Ich lebe seit fünf und zwanzig Jahren in Berlin und habe diesen
spannenden Ort für meine Fotografie bewußt gewählt:

Nirgendwo sonst auf der Welt begegnet man der Situation,
daß zwei voneinander getrennte Metropolenhälften wieder zusammen
wachsen müssen. Nirgendwo sonst findet man diese Schnittstelle,
diesen starken Kontakt vom ehemaligen Ost- und Westblock.

Innerhalb dieses Überganges, in dem ich mich als Künstler bewege,
treffe ich auf verschiedene Mikrokosmen dieses Wandels:
in einer Straße, an einem Imbiß und auf einer Bank im Park.

Als Fotograf, auch als ausländischer Fotograf,
habe ich es mir zur Aufgabe gemacht,
diese Begegnungen auf die Gesichter der Bewohner
zu projizieren und diese mit Hilfe
der künstlerischen Fotografie zu bannen.

Die Reflexion des Mediums als mögliches Mittel der Identitätsstiftung,
im Sinne der Verarbeitung meiner eigenen Rolle innerhalb gesellschaftlicher
Prozesse, mag dabei eine Rolle spielen. Je länger ich in Deutschland lebe,
umso wichtiger wird es für mich, Strategien zu entwickeln, meine
eigenen Erfahrungen in das differenzierte mediale Umfeld einzubringen.

Es sind in sich abgeschlossene Portraitserien von Menschen und
ihren persönlichen Geschichten zur Jahrhundertwende entstanden,
die über verschiedenartige Definitionen zu einer Gruppe werden.

Mein künstlerisches Ziel ist es, dort, wo ich lebe und arbeite,
Mikrokosmen aufzuspüren, Veränderungen im Kleinen zu dokumentieren und
Unauffälliges festzuhalten, um mit den so entstandenden Serien ein
tendenzielles Gesamtbild meiner Umgebung und des
Alltags meines Aufenthaltes abzubilden.
Das
Kunstwerk
ist
abgeschlossen,
wenn
sich
mein
Aufenthaltsort
ändert.

Nihad Nino Pušija
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